Transportdatei
Für den Transport der Daten verwendet SurvNet das XML-Format. XML ist eine Auszeichnungssprache, mit der hierarchisch strukturierte Daten in Textform dargestellt werden können.
Weitere Dokumente, die zu einem Transport gehören, werden als separate Dateien mittransportiert. Alle für denselben Empfänger bestimmten Dateien eines Transports werden gemeinsam in einer ZIP-Datei zusammengefasst.
Eine Transportdatei (*.xml) besteht aus zwei wesentlichen Bereichen:
- Kopfbereich: enthält allgemeine Angaben zum Transport.
- Detailbereich: enthält die zu transportierenden Elemente, insbesondere die übermittelten Datensätze.
INFO Je nach verwendeter Falldefinitionsversion kommen unterschiedliche Versionen des XML-Schemas zum Einsatz. Deshalb kann SurvNet bei einem Transport mehrere Dateien mit unterschiedlichen XML-Schemata erzeugen.
Benennung von Transportdateien
Der systematische Name einer Transportdatei ist wie folgt aufgebaut:
Muster: RKI_g+Ende+r_<Kennung Empfänger>_nnnnnnnn.xml
- (nnnnnnnn ist die 8-stellige Liefernummer)
Beispiel: RKI_1._1.14._12345678.xml
Der systematische Name einer Dokument-Datei ist wie folgt aufgebaut:
Muster: RKI_<Kennung Herkunft>_nnnnnnnn_mmm.typ
(nnnnnnnn eine 8-stellige Nummerierung des Dokumentes)
(mmm ist eine 3-stellige Versionsnummer)
(typ ist die 3-stellige Typbezeichnung des Dokuments „doc”, „xls”, etc.)
Beispiel: RKI_1.11.0.01._12345678_123.doc
Transportformat
Der Kopf einer Transportdatei enthält die Informationen, die für die Zuordnung und Verarbeitung des Transports benötigt werden. Dazu gehören insbesondere:
- Absender (CodeSiteSender)
- Empfänger (CodeSiteReceiver)
- Liefernummer (TransportNumber)
- Erstellungsdatum des Transports
Die Liefernummer wird für jede Kombination aus Absender und Empfänger separat vergeben. Sie beginnt bei 1 und wird fortlaufend und lückenlos erhöht.
Anhand der Liefernummer kann SurvNet:
- die Transportdateien in der richtigen Reihenfolge importieren und
- erkennen, wenn eine Transportdatei fehlt.
Aufbau der transportierten Datensätze
Die transportierten Datensätze werden innerhalb der XML-Datei strukturiert abgelegt. Ein vereinfachtes Beispiel sieht so aus:
<SAL GUID=“…” ReportingDate=“…” …>
<Field Name=“…” Value=“…”/>…/SAL>
Dabei werden die Inhalte eines Datensatzes unterschiedlich dargestellt:
- Jeder Datensatztyp – beispielsweise eine Meldekategorie eines Falles, ein Ausbruch oder ein Kommentar – wird durch ein eigenes XML-Element dargestellt. Ein Salmonellose-Fall wird beispielsweise durch
… gekennzeichnet. - Wichtige Eigenschaften des Datensatzes, beispielsweise GUID, Meldedatum oder Meldelandkreis, werden als Attribute des jeweiligen Elements angegeben. Die Attributnamen werden in englischer Sprache verwendet, der jeweilige Wert steht in Anführungszeichen.
- Weitere Eigenschaften werden als sogenannte Field-Elemente dargestellt. Diese bestehen jeweils aus einem Feldnamen (Name) und dem dazugehörigen Feldinhalt (Value). Beispielsweise kann PathogenSAL als Feldname verwendet werden.
Transportdatei im Browser anzeigen
Transportdateien (*.xml) können mit einem gängigen Webbrowser geöffnet werden.
Die XML-Datei wird dabei als Baumstruktur dargestellt. Über die Zeichen – und + können Sie die einzelnen Ebenen ein- und ausblenden, beispielsweise Datensätze und deren Eigenschaften.
INFO Wenn eine Internetverbindung besteht, kann der Browser automatisch eine Formatierungsvorschrift laden. Dadurch wird die Transportdatei übersichtlicher und besser lesbar dargestellt.
Aktionen
Nicht in jedem Fall muss ein vollständiger Datensatz transportiert werden. Für bestimmte Vorgänge verwendet SurvNet daher sogenannte Aktionen. Mit ihnen können gezielt Änderungen oder Anforderungen zu einem bereits transportierten Datensatz übermittelt werden.
Zu den Aktionen gehören:
- Rücknahme eines Datensatzes
- Verwerfen eines Datensatzes
- Übermittlung einer Freigabe (Evaluation) vom RKI an Gesundheitsämter
- Anforderung einer erneuten Übermittlung durch den Empfänger
- Bestätigung der Fallübernahme durch das übernehmende Gesundheitsamt
Verarbeitung einer Aktion
Beim Import einer Aktion wird – wie bei einem regulären Datentransport – eine neue Version des betreffenden Datensatzes erzeugt.
Je nach Aktion wird diese neue Version entsprechend gekennzeichnet, beispielsweise als:
- zurückgenommen
- verworfen
- freigegeben
Bei einer Rücknahme enthält die neue Version des Datensatzes bei der Landesstelle bzw. beim RKI allerdings nicht die Informationen darüber, welche Änderungen zur Rücknahme durch das Gesundheitsamt geführt haben.
Verwendungsrichtung der Aktionen
Die verschiedenen Aktionen werden je nach Übermittlungsrichtung unterschiedlich eingesetzt:
- Verwerfen und Rücknahme werden für den impliziten Transport vom Gesundheitsamt zum RKI verwendet.
- Evaluation und Update werden in der Richtung vom RKI zur Landesstelle bzw. zum Gesundheitsamt verwendet.
- Die Aktion Update wird im Routinebetrieb nicht verwendet.
