Abfrage durchführen
Neue Abfrage anlegen
Neue Abfragen legen Sie über den Befehl Abfrage Neu im Startmenü an. Bereits gespeicherte Abfragen können Sie über den Befehl Abfrage Öffnen aufrufen.
Sichtung und Analyse des Datenbestandes über eine Abfrage erfordern folgende Schritte in SurvNet@RKI
- Einschränkung der Grundgesamtheit (Auswahl des Datensatztyps; Definition von Auswahlkriterien für Felder)
- Wahl des Bearbeitungsmodus (Listen-Modus für Datensatzlisten; Statistik-Modus für aggregierte Daten)
- Auswahl anzuzeigender Merkmale (Felder, Gruppierung, Minimum, Maximum, Mittelwert)
- Ausführung der Abfrage
- Aufbereitung des Abfrageergebnisses (Sortierung und Spaltenanordnung von Datensatzlisten; Anzahl, Kreuztabelle, Diagramme für aggregierte Daten)
Die Schritte werden im Folgenden näher erläutert.
Einschränkung der Grundgesamtheit festlegen
Die Abfrage wird im Recherche-Fenster formuliert und bearbeitet. In der Regel soll nicht der gesamte Datenbestand ausgewertet werden. Stattdessen legen Sie zunächst fest, welche Datensätze berücksichtigt werden sollen. Diese Auswahl bildet die Grundgesamtheit der Abfrage
Datensatztyp
Mit dem Feld Datensatztyp im Recherche-Fenster legen Sie fest, welche Art von Datensätzen die Abfrage berücksichtigen soll. Dafür steht eine strukturierte Auswahlliste zur Verfügung.
Je genauer Sie den Datensatztyp festlegen, desto weniger Datensätze müssen durchsucht werden und desto schneller kann die Abfrage ausgeführt werden.
Beispiel:
- Alle | Fall | Campylobacter
- Alle | Adresse | Personenadresse
Jede Änderung der Datenauswahl aktualisiert automatisch die Anzahl der Treffer in der oberen rechten Ecke des Ergebnis-Fensters. Sie müssen nicht warten, bis die Trefferzahl vollständig berechnet wurde. Jede weitere Eingabe oder Auswahl stößt die Berechnung erneut an.
INFO In der Auswahlliste kann nur ein Datensatztyp ausgewählt werden. Mehrere Datensatztypen können Sie über Auswahlkriterien miteinander abbilden. Wenn Sie beispielsweise Fälle verschiedener Übermittlungskategorien gemeinsam auswerten möchten, wählen Sie als Datensatztyp Fall. Anschließend können Sie über das Feld Datensatz Kategorie festlegen, welche Kategorien berücksichtigt werden sollen.
Felder
Zusätzlich zum Datensatztyp können Sie die Grundgesamtheit über Bedingungen für einzelne Felder weiter einschränken.
Im Feldauswahlregister auf der rechten Seite des Recherche-Fensters werden die für den ausgewählten Datensatztyp verfügbaren Felder angezeigt. Die Felder sind nach verschiedenen Registern gegliedert:
- Alle Felder: enthält sämtliche verfügbaren Felder.
- Datenblatt-Register: Die Felder sind zusätzlich nach Bereichen des Datenblatts gegliedert, beispielsweise Epidemiologie.
- Wichtig: enthält beim Datensatztyp Fall die am häufigsten verwendeten Felder.
- Erweiterungen: ermöglicht zusätzliche Informationen aus verknüpften Datensätzen oder über den ausgewählten Datensatztyp hinaus, beispielsweise Ausbruchsinformationen mit Fallsummen.
Die Feldnamen in den Registern Patient, Klinik, Labor, Epidemiologie, zus. Attribute, Ausbruch und Adresse entsprechen größtenteils den Bezeichnungen der Felder in den jeweiligen Datenblättern. Die Bedeutung der Felder in den Registern Technisches und Allgemein ergibt sich in der Regel aus ihrer Bezeichnung bzw. aus den technischen Informationen des jeweiligen Datensatzes.
Bedingungen für Felder festlegen
Um ein Feld als Filter zu verwenden, wählen Sie es im Feldauswahlregister mit Klick auf {icon:image297}} aus. Im Bereich Einschränkungen erscheint anschließend für jedes ausgewählte Feld eine eigene Box. Dort können Sie die gewünschte Bedingung eingeben oder auswählen.
Bei einem abgeleiteten Feld wählen Sie zunächst das Ausgangsfeld aus. Über die Feinheit können Sie anschließend festlegen, welches abgeleitete Merkmal für die Einschränkung verwendet werden soll. Beispiel: Wählen Sie das Feld Meldedatum und anschließend die Feinheit Monat, um nach einem bestimmten Meldemonat zu filtern.
Abgeleitete Felder
Aus dem Inhalt bestimmter Felder erzeugt SurvNet@RKI automatisch weitere, sogenannte abgeleitete Felder. Diese werden im Feldauswahlregister in der Regel unter dem jeweiligen Ausgangsfeld angezeigt.
Abgeleitete Felder können nur über ihr Ausgangsfeld eingeschränkt werden. Das betrifft insbesondere Datumsfelder. Aus einem vollständigen Datum können beispielsweise folgende Angaben abgeleitet werden:
- Kalenderjahr
- Quartal
- Monat
- Tag des Jahres
- Woche
- Wochenjahr
Auch aus dem Feld Alter-Berechnet wird die Altersgruppe abgeleitet.
Andere abgeleitete Informationen stehen dagegen als eigenständige Felder zur Verfügung. So werden beispielsweise MeldeLandkreisRegierungsbezirk und MeldeLandkreisBundesland aus MeldeLandkreis abgeleitet, können aber direkt als eigene Felder ausgewählt werden.
Zahlenfelder
Bei Zahlenfeldern, beispielsweise Interne Referenz, können Sie
- einen exakten Wert,
- einen Wertebereich oder
- einen Grenzwert angeben.
Wählen Sie die Interne Referenz als Einschräkung, haben Sie die Möglichkeit bei Auswahl der Option enthalten in im Feld Feinheit mehrere Werte als Aufzählung anzugeben. Die einzelnen Werte werden durch Kommas getrennt
Textfelder
Bei Textfeldern, beispielsweise im Feld Aktenzeichen, können Sie eine Zeichenfolge angeben und festlegen, an welcher Stelle diese im Feldinhalt vorkommen soll.
Listenfelder
Bei Listenfeldern werden die verfügbaren Werte angezeigt. Sie können einzelne Werte oder mehrere Werte auswählen. Dazu können Sie einen Eintrag doppelt anklicken oder die entsprechende Schaltfläche verwenden.
Bei hierarchischen Listen können Sie festlegen, ob nur Datensätze mit dem ausgewählten Eintrag oder auch Datensätze mit einem diesem Eintrag untergeordneten Wert berücksichtigt werden sollen.
Bei Ja/ Nein-Feldern können Sie Ja oder Nein als Bedingung auswählen. Für die Referenzdefinition ist standardmäßig Ja als Filter für Fälle eingestellt.
Alter einschränken
Bei Altersangaben können Sie entweder nach dem berechneten Alter in Jahren oder nach einer Altersgruppe filtern.
Mehrere benachbarte oder nicht benachbarte Altersgruppen können Sie mit gedrückter Strg-Taste auswählen. Welche Altersgruppen zur Auswahl stehen, hängt von der im Recherche-Fenster ausgewählten Altersschichtung ab.
INFO Wenn Sie die Altersschichtung einer Abfrage ändern, werden bereits festgelegte Einschränkungen nach Altersgruppen gelöscht. Diese Einschränkungen müssen Sie anschließend erneut festlegen.
Für Datumsfelder stehen verschiedene Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Über die Feinheit legen Sie fest, ob Sie nach
- Jahr,
- Quartal,
- Monat,
- Woche,
- einem exakten Datum oder
- einem tagesgenauen Zeitfenster
filtern möchten.
Wenn Sie als Feinheit Woche auswählen, werden immer 53 Wochen angeboten. Dies gilt unabhängig davon, ob das ausgewählte Jahr tatsächlich 53 Kalenderwochen hat.
TIPP: Quartale, Monate und Wochen können auch über eine Jahresgrenze hinweg ausgewählt werden. Durch sogenanntes Rollen lassen sich beispielsweise die Monate oder Wochen eines Zeitraums auswählen, der sich über zwei Jahre erstreckt, etwa der Winter 2007/2008.
Unterabfragen
Bei Feldern, über die ein weiterer Datensatz verknüpft ist, beispielsweise Adresse des Melders, Patient oder Kontakt, ist eine Unterabfrage erforderlich.
Screenshot: 83.6 Unterabfrage erstellen
Negation und leere Werte
Für die meisten Einschränkungen können Sie auch eine Negation festlegen. Nach Aktivierung der entsprechenden Option werden nur Datensätze berücksichtigt, die nicht der ausgewählten Einschränkung entsprechen. Mit der Bedingung Leere Werte werden nur Datensätze berücksichtigt, bei denen das ausgewählte Feld nicht ausgefüllt ist.
Screenshot: 83.7 Negation und leere Werte
Stichtag und Status der Datensatzversion
Unabhängig vom Datensatztyp können Sie im Bereich Einschränkungen zusätzlich nach einem Stichtag und nach dem Status der Datensatzversion filtern.
Für den Status (Versionen) können Sie zwischen
- Aktive,
- Nicht Aktive und
- Alle
wählen.
Ein Datensatz gehört nicht mehr zum aktiven Datenbestand der Landesstelle bzw. des RKI, wenn er vom Gesundheitsamt zurückgenommen oder verworfen wurde.
Screenshot: 83.8 Stichtag und Datensatzversion
Abfragemodus auswählen
Grundsätzlich lassen sich Abfrageergebnisse auf zwei Arten darstellen:
- Liste von Datensätzen (Standardeinstellung)
- aggregierte Daten (z. B. Fallzahlen)
Durch Klick auf
Statistik-Modus in der Registerkarte Abfrage, Gruppe Definition der Multifunktionsleiste kann aus dem voreingestellten Listen-Modus in den Statistik-Modus gewechselt werden. Durch erneuten Klick auf die Schaltfläche gelangt man zurück in den Listenmodus. Listen- und Statistik Modus werden im Handbuchabschnitt Standardabfragen näher beschrieben. Der Statistik-Modus einer Abfrage wird durch die optische Hervorhebung der Schaltfläche
gekennzeichnet.
INFO Die im Recherche- und im Einschränkungen-Fenster festgelegten Bedingungen zur Einschränkung der Grundgesamtheit (Auswahl des Datensatztyps und feldspezifische Filter) gelten für beide Abfragemodi. Die Auswahl der anzuzeigenden Merkmale (siehe Handbuchabschnitt Anzuzeigende Merkmale auswählen) muss dagegen für jeden Modus separat vorgenommen werden-.
Merkmale auswählen
Nachdem Sie festgelegt haben, welche Datensätze bzw. Einschränkungen berücksichtigt werden sollen, bestimmen Sie, welche Informationen im Abfrageergebnis angezeigt oder ausgewertet werden.
Die Auswahl erfolgt im Feldauswahlregister in der Spalte Anzeige des Recherche-Fensters.
Je nach Abfragemodus hat die Feldauswahl eine unterschiedliche Funktion. Deshalb werden Listen- und Statistik-Modus im Folgenden getrennt beschrieben.
Merkmale im Listen-Modus auswählen
Im Listen-Modus wird das Ergebnis als Liste einzelner Datensätze angezeigt.
Die im Feldauswahlregister in der Spalte Anzeige markierten Felder werden als Spalten in der Ergebnisliste dargestellt. Der jeweilige Feldname wird als Spaltenüberschrift verwendet.
Wichtig: Auch wenn die Abfrage Treffer liefert, bleibt die Ergebnisliste leer, wenn kein Feld zur Anzeige ausgewählt wurde.
Für jeden Datensatztyp sind bestimmte Felder standardmäßig ausgewählt. Dazu gehören InterneRef, DatensatzKategorie und Aktenzeichen. Beim Datensatztyp Fall sind zusätzlich weitere Felder voreingestellt.
Über das Kontrollkästchen in der Spaltenüberschrift Anzeige können Sie alle Felder gleichzeitig auswählen oder die Auswahl aufheben.
Für die Datensatztypen Fall, Ausbruch, Einrichtung und Person können Sie über
Standardfelder in der Gruppe Definition der Multifunktionsleiste die aktuelle Feldauswahl als Standard speichern. Diese Standardfelder gelten anschließend auch für die Unterkategorien des jeweiligen Datensatztyps.
Wenn Sie beispielsweise Meldedatum als Standardfeld für Fälle festlegen, wird es auch für die verschiedenen Fallkategorien, etwa Campylobacter-, Influenza- oder Salmonellose-Fälle, verwendet.
Screenshot 83.9: Listenmodus: Auswahl von Merkmalen und Standard festlegen
INFO Felder mit Mehrfacheinträgen (1:n Beziehungen) können im Listen-Modus grundsätzlich nicht direkt angezeigt werden. Dazu gehören beispielsweise Expositionsort bei Fällen oder Ansprechpartner bei Einrichtungen. Der Grund ist, dass jedem Datensatz in der Ergebnisliste nur eine Zeile und jedem Feld nur eine Zelle zur Verfügung steht. Für bestimmte Mehrfacheinträge stehen jedoch die im folgenden Abschnitt beschriebenen Erweiterungen zur Verfügung.
TIPP Über das Kontextmenü der Überschriftenzeile können Sie bei Feldern mit 1:n Beziehung die Anzahl der Nennungen anzeigen lassen, beispielsweise Kontaktpersonen (Anzahl) für das Feld KontaktPerson.
Erweiterungen im Listen-Modus auswählen
Einige Erweiterungen ermöglichen es, Inhalte von Feldern mit Mehrfacheinträgen oder Informationen aus verknüpften Datensätzen in einer Ergebnisliste anzuzeigen.
Im Register Erweiterungen des Feldauswahlregisters stehen dafür verschiedene Abfragebausteine zur Verfügung, beispielsweise Aufgaben, Hospitalisierungen oder Meldungen.
Bei Auswahl einer solchen Erweiterung werden die einzelnen Einträge in durchnummerierten Feldern an den jeweiligen Datensatz angehängt. Bei Hospitalisierungen können beispielsweise Felder wie
- ExHospital_StayFrom1, ExHospital_StayUntil1, ExHospital_StayReason1
- ExHospital_StayFrom2, ExHospital_StayUntil2, ExHospital_StayReason2
angezeigt werden.
Andere Erweiterungen stellen Informationen aus verknüpften Datensätzen bereit. Die Erweiterung Ausbruchsinfo ergänzt beispielsweise eine Fall-Liste um Informationen zum zugehörigen Ausbruch. Angezeigt werden unter anderem das Aktenzeichen des Ausbruchs mit Eigentümer sowie die Ausbruchs-ID. Über die Ausbruchs-ID kann der Ausbruch direkt geöffnet werden.
Die Erweiterung Patient des Falles ergänzt die Falldaten um die Daten des zugehörigen Patienten.
Weitere Erweiterungen können Informationen aus mehreren miteinander verknüpften Datensätzen zusammenstellen und dem Ergebnis hinzufügen.
Die Erweiterung Gesundheitsamt-Software zeigt beispielsweise bei einer Fallabfrage für jeden Fall den Eigentümer, die verwendete Meldesoftware und das Datum der letzten mit dieser Software festgestellten Bearbeitung des Falles an.
Merkmale im Statistik-Modus auswählen
Der Statistik-Modus dient dazu, die Verteilung von Fällen und Ausbrüchen nach räumlichen, zeitlichen oder anderen Merkmalen auszuwerten.
Im Unterschied zum Listen-Modus wird keine Liste einzelner Datensätze erzeugt. Stattdessen erstellt SurvNet@RKI eine Ergebnistabelle mit zusammengefassten Daten.
Für die verfügbaren Felder stehen im Statistik-Modus folgende Anzeigeoptionen zur Verfügung:
- Gruppieren
- Minimum
- Maximum
- Mittelwert
Mit Gruppieren legen Sie fest, nach welchem Merkmal die Datensätze zusammengefasst werden sollen. Für jedes gruppierte Feld wird eine Spalte in der Ergebnistabelle angelegt. In dieser Spalte werden alle einzelnen Ausprägungen des Feldes zeilenweise dargestellt.
Zusätzlich wird für jede Kombination von Ausprägungen die Anzahl der zugehörigen Datensätze angezeigt.
Abbildung 83.11: Auswahl von Merkmalen im Statistik-Modus.
Beispiel: Wenn Sie Fälle nach dem Feld Geschlecht gruppieren, enthält die Ergebnistabelle jeweils eine Zeile für die vorhandenen Ausprägungen, beispielsweise männlich, weiblich, nicht erhoben und nicht ermittelbar. Daneben wird die Anzahl der Fälle angezeigt, die die übrigen Bedingungen der Abfrage erfüllen.
Wenn Sie kein Feld zur Gruppierung und kein Feld für einen statistischen Parameter auswählen, enthält die Ergebnistabelle lediglich eine Zelle mit der Gesamtzahl der Treffer.
Zusätzlich zur Anzahl können Sie im Statistik-Modus die statistischen Parameter Minimum, Maximum und Mittelwert berechnen lassen.
Beispiel: Für alle Fälle, die infolge der Erkrankung verstorben sind, können Sie neben der Anzahl der Todesfälle beispielsweise die Altersspanne der Verstorbenen darstellen.
INFO Für Textfelder (z. B. Aktenzeichen), Listenfelder (z. B. FallDefKategorie) und Felder mit Unterabfragen (z. B. Patient) können Minimum, Maximum und Mittelwert nicht berechnet werden.
Für Ja/ Nein-Felder gilt:
- Nein wird als Minimum behandelt.
- Ja wird als Maximum behandelt.
- Für die Berechnung des Mittelwerts wird Nein als 0 und Ja als 1 gewertet.
Der Mittelwert entspricht damit dem Anteil der Ja-Angaben an allen Datensätzen.
Für Zahlen- und Datumsfelder können grundsätzlich Minimum, Maximum und Mittelwert berechnet werden. Bei der Interpretation von Mittelwerten sollten Sie jedoch immer die Verteilung der einzelnen Werte berücksichtigen.
Abfrage ausführen oder abbrechen
Über
Start (F5) im Register der Multifunktionsleiste führen Sie die Abfrage aus. Das Ergebnis wird anschließend im Ergebnis-Fenster angezeigt.
INFO Wenn Sie die Kriterien einer bereits ausgeführten Abfrage ändern, wird die Trefferzahl in der Überschrift des Ergebnis-Fensters automatisch aktualisiert. Das eigentliche Abfrageergebnis wird dagegen erst nach einem erneuten Ausführen der Abfrage aktualisiert.
Bei komplexen Abfragen und großen Datenbeständen kann die Ausführung mehrere Minuten dauern. Mit
Stop (ESC) können Sie eine laufende Abfrage jederzeit abbrechen, beispielsweise um die Einschränkungen zu ändern.
TIPP Um das Ergebnis-Fenster zu vergrößern, können die beiden anderen Fenster (Recherche und Einschränkungen) durch Klick auf die Fenster-Überschrift eingeklappt werden. Wird zusätzlich noch die Multifunktionsleiste minimiert (durch Doppelklick auf eines der Register), steht fast die gesamte SurvNet-Oberfläche zur Anzeige des Abfrageergebnisses zur Verfügung.
Weitere Bearbeitung des Abfrageergebnisses
Bestimmte Feldinhalte werden im Datenbestand kodiert gespeichert. So wird beispielsweise männlich als 1 oder der Landkreis Segeberg als 11001060 gespeichert. Die Zuordnung zwischen diesen Codes und den zugehörigen Klartexten ist in sogenannten Lookup-Tabellen hinterlegt.
Standardmäßig ist deshalb die Option
Lookupwerte auflösen (Strg+B, L) aktiviert. Dadurch werden im Abfrageergebnis die Klartexte anstelle der gespeicherten Codes angezeigt.
Für einen Datenexport kann es sinnvoll sein, stattdessen die gespeicherten Kodierungen auszugeben. In diesem Fall deaktivieren Sie die Option.
Darüber hinaus können Sie das Abfrageergebnis weiter anpassen. Je nach Abfragemodus können Sie beispielsweise
- Ergebniszeilen oder -spalten
filtern, - Datensätze sortieren,
- Spalten ein- oder ausblenden und anordnen,
- einzelne Datensätze öffnen,
- Fälle oder Ausbrüche zu einem Ausbruch zusammenfassen oder
- im Statistik-Modus die Ergebnisse z. B. als Kreuztabelle darstellen.
Ergebnisliste im Listen-Modus bearbeiten
Durch Doppelklick auf die entsprechende Zeile der Ergebnisliste lässt sich ein Fall-, Ausbruchs- bzw. Adress-Datensatz in der Detail-Ansicht (als Datenblatt) öffnen und weiter bearbeiten.
Über die Schaltflächen
In neuen Ausbruch aufnehmen bzw.
In vorhandenen Ausbruch aufnehmen können Sie ausgewählte Fälle oder Ausbrüche direkt aus der Ergebnisliste einem Ausbruch zuordnen. Wählen Sie dazu zunächst die gewünschten Zeilen aus, indem Sie am Anfang der jeweiligen Zeile klicken.
Durch Klick auf die Spaltenüberschrift sortieren Sie die Ergebnisliste nach dem Inhalt dieser Spalte. Ein weiterer Klick kehrt die Sortierreihenfolge um.
TIPP Über das Kontextmenü der Überschriftenzeile können Sie festlegen, welche verfügbaren Felder als Spalten angezeigt werden. Dadurch werden lediglich Spalten im bereits vorhandenen Ergebnis ein- oder ausgeblendet. Die Abfrage muss dafür nicht erneut ausgeführt werden.
Die Reihenfolge der dargestellten Spalten im Ergebnis-Fenster können Sie per ‚Drag and Drop’ ändern. Klicken Sie dazu auf die Überschrift der Spalte, die Sie verschieben wollen und halten Sie die linke Maustaste gedrückt. Ziehen Sie die Überschrift an die gewünschte Position und lassen Sie die Maustaste los.
INFO Änderungen an Spaltenauswahl, Spaltenreihenfolge und Sortierung verändern nicht die Abfrage selbst. Diese Änderungen werden daher beim erneuten Ausführen der Abfrage nicht übernommen und können nicht als Bestandteil der Abfrage gespeichert werden.
Ergebnisse im Statistik-Modus bearbeiten
Im Statistik-Modus ist standardmäßig die Anzeige
Anzahl (Strg+B, Z) aktiviert. Für jede Gruppierung, für die mindestens ein Datensatz vorhanden ist, wird die Anzahl der Treffer angezeigt.
TIPP Durch einen Doppelklick auf eine Ergebniszeile können Sie in einem separaten Fenster die zugehörigen Datensätze anzeigen lassen.
Nullwerte anzeigen
Standardmäßig werden nur Ausprägungen angezeigt, für die mindestens ein Datensatz vorhanden ist. Wenn Sie alle Ausprägungen eines Gruppierungsfeldes anzeigen möchten, wählen Sie in der Multifunktionsleiste und der Registerkarte Abfrage, Gruppe Ergebnis die Option Nullwerte anzeigen (Strg+B, N).
Beispielsweise werden bei einer Gruppierung nach Altersgruppen auch Altersgruppen ohne Fälle angezeigt. Für diese Gruppen wird als Ergebnis 0 angegeben.
Die Anzeige von Nullwerten ist beispielsweise sinnvoll,
- wenn Sie die Anzahl saisonaler Erkrankungen über das Jahr hinweg nach Meldewoche darstellen möchten oder
- wenn Sie die Altersverteilung einer Erkrankung vollständig abbilden möchten, auch wenn bestimmte Altersgruppen keine Fälle aufweisen.
Kreuztabellen
In einer normalen Ergebnistabelle wird die Anzahl der Treffer in einer einzelnen Spalte Anzahl angezeigt.
Mit einer Kreuztabelle können Sie dagegen eine Gruppierung als Spaltenüberschriften darstellen. Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie die Verteilung nach zwei Merkmalen gleichzeitig untersuchen möchten, beispielsweise nach Alter und Geschlecht. Kreuztabellen werden im gleichnamigen Register des Ergebnis-Fensters angezeigt.
Um eine Kreuztabelle zu erstellen:
- Wechseln Sie zum Register Kreuztabelle.
- Wählen Sie im Feld Spalte das Gruppierungsfeld aus, dessen Ausprägungen als Spaltenüberschriften verwendet werden sollen.
- Die Kreuztabelle wird anschließend angezeigt. Ein erneutes Ausführen der Abfrage ist nicht erforderlich.
Die Spalten können auf- oder absteigend sortiert werden. Ihre Reihenfolge lässt sich außerdem per Drag-and-Drop verändern (siehe Beschreibung unter ‚Bearbeitung im Listen-Modus’).
Diagramme
Das Ergebnis einer Fallabfrage im Listen-Modus kann nicht nur als Fall-Liste, kann zusätzlich als zeitliche Abfolge von Ereignissen im Epi-Gantt-Diagramm dargestellt werden. Wählen Sie dazu das Register Epi-Gantt am unteren Rand des Ergebnis-Fensters.
TIPP 1 Um die Diagramm-Anzeige zu vergrößern, kann das Recherche- und das Einschränkungen-Fenster durch Klick auf die Fenster-Überschrift eingeklappt werden. Wird zusätzlich noch die Multifunktionsleiste minimiert (durch Doppelklick auf eines der Register), vergrößert sich die Anzeige des Diagramms noch einmal.
TIPP 2 Diagramme können als Bilddateien gespeichert werden. Wählen Sie dazu im Kontextmenü (nach Rechtsklick auf das Diagramm) Speichern als Datei oder Speichern in Zwischenablage.
Abfrageergebnisse im Statistik-Modus konnten ehemals als Balken- und Kreisdiagramme dargestellt werden. Diese Option wurde inzwischen entfernt. Zur grafischen Darstellung aggregierter Daten eignen sich Programme wie z.B. MS-Excel wesentlich besser. Das Ergebnis einer Statistik-Abfrage kann dazu kopiert bzw. exportiert werden.
Altersschichtungen auswählen
Für die Auswahl und Auswertung von Fällen bietet SurvNet@RKI verschiedene Altersschichtungen an. Die gewünschte Altersschichtung wird im entsprechenden Feld des Recherche-Fensters ausgewählt.
Eine Altersschichtung fasst Altersangaben zu Altersgruppen zusammen. Diese Gruppen können Sie anschließend im Statistik-Modus für eine Gruppierung verwenden.
Die Zuordnung eines Falles zu einer Altersgruppe erfolgt anhand des berechneten Alters im Feld AlterBerechnet*.
Standardmäßig wird die Altersschichtung Standard-A verwendet. Für spezielle Fragestellungen können Sie eigene Altersschichtungen erstellen.
Neue Altersschichtungen legen Sie über
Bearbeiten (Strg+W, S) in der Registerkarte Abfrage, Gruppe Altersschichtung der Multifunktionsleiste an.
So erstellen Sie eine neue Altersschichtung:
- Klicken Sie auf
Hinzufügen (Strg+A). Es wird eine neue Altersschichtung angelegt. Sie enthält zunächst eine Altersgruppe, die bei 0 Jahren beginnt und nach oben offen ist. Als Name wird zunächst A00 vergeben. - Fügen Sie mit Klick auf
eine weitere Altersgruppe hinzu. - Geben Sie unter Alter Start die untere Grenze der neuen Altersgruppe ein, beispielsweise 18. Dadurch endet die vorherige Altersgruppe bei 17 Jahren. Sie erhält dann beispielsweise die Bezeichnung A00_17.
- Vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen und gegebenenfalls eine Beschreibung.
- Speichern Sie die Altersschichtung. Sie steht anschließend für Abfragen zur Verfügung.

Wenn eine vorhandene Altersschichtung bereits weitgehend der gewünschten Einteilung entspricht, können Sie sie duplizieren und anschließend anpassen. Dazu löschen oder ergänzen Sie einzelne Altersgruppen.
Abfrage speichern
Eine neue oder geänderte Abfrage, die noch nicht gespeichert wurde, erkennen Sie am **Stern (*)** in der Registeranzeige der Abfrage.
TIPP Vergeben Sie vor dem Speichern einen aussagekräftigen Abfragenamen, einen Kontext und eine Beschreibung. Der Kontext dient dazu, gespeicherte Abfragen thematisch zu gruppieren. Beim Öffnen können Sie die Suche auf einen bestimmten Kontext beschränken. Außerdem können Sie nach Begriffen oder Wortbestandteilen suchen, die im Titel oder in der Beschreibung vorkommen.
Um eine Abfrage zu speichern, öffnen Sie das Startmenü und klicken Sie auf
Speichern. Alternativ kann die Schaltfläche
Speichern in der Schnellzugriffsleiste oder die Tastenkombination Strg+S verwendet werden.
Nach dem Speichern verschwindet der Stern (*) neben dem Aktenzeichen im Abfrageregister.
INFO Gespeichert werden: - Titel und Kontext, - die Einschränkungen der Grundgesamtheit, - die Feldauswahl und - der Abfragemodus. Nicht gespeichert werden Einstellungen zur Darstellung des Ergebnisses, beispielsweise: - Spaltenreihenfolge, - Sortierreihenfolge, - Kreuztabellen oder - Diagramme.
Abfrage suchen
Um eine gespeicherte Abfrage zu suchen, gehen Sie wie folgt vor:
- Wählen Sie im Startmenü
den Eintrag Abfrage und
Öffnen. Alternativ können Sie die Tastenkombination Strg+L+Q verwenden. - Im Fenster Abfrage suchen legen Sie die gewünschten
Suchoptionen fest.Sie können beispielsweise nur eigene Abfragen oder alle Abfragen durchsuchen. - Schränken Sie die Suche bei Bedarf auf einen bestimmten Kontext ein.
- Geben Sie einen Suchbegriff ein. Über die erweiterten Suchoptionen Suchen in können Sie festlegen, welche Felder durchsucht werden.
- Öffnen Sie die gewünschte Abfrage durch einen Doppelklick oder über OK.
Vorhandene Abfrage bearbeiten und neu speichern
Jede gespeicherte Abfrage kann als Vorlage für eine neue Abfrage verwendet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie selbst Eigentümer der ursprünglichen Abfrage sind.
Wenn Sie eine vorhandene Abfrage weiterentwickeln möchten, bearbeiten Sie sie und speichern sie anschließend unter einem neuen Namen, Kontext und einer neuen Beschreibung.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Öffnen Sie die vorhandene Abfrage.
- Nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor.
- Wählen Sie im Startmenü Abfrage und Speichern unter.
- Vergeben Sie einen neuen Namen bzw. Titel.
- Wählen Sie einen vorhandenen Kontext oder geben Sie einen neuen ein.
- Ergänzen Sie in der Beschreibung beispielsweise einen Hinweis auf die ursprüngliche Abfrage oder beschreiben Sie den Verwendungszweck der neuen Abfrage.
Abfrage löschen
Abfragen, die beispielsweise nur zu Übungszwecken erstellt wurden oder nicht mehr benötigt werden, können gelöscht werden.
Eine Abfrage darf nur der Ersteller oder ein Nutzer mit Administratorrechten löschen.
So löschen Sie eine Abfrage: - Öffnen Sie die betreffende Abfrage. - Klicken Sie im Startmenü auf Abfrage und
Löschen.
Abfrage abonnieren
Eine selbst erstellte Listen-Abfrage können Sie nach dem Ausführen über die Schaltfläche
Abo in der Registerkarte Abfrage, Gruppe Ergebnis der Multifunktionsleiste abonnieren.
Die abonnierte Abfrage wird anschließend auf der
Abonnement-Seite in der Übersicht aller abonnierten Abfragen angezeigt. Dort können Sie sie direkt starten, ohne das normale Abfrageformular erneut öffnen zu müssen.
Das Abonnieren eignet sich insbesondere für wiederkehrende Kontrollen, beispielsweise zur Überwachung neuer Datensätze, Vorgänge oder Eintragungen.
Die Abonnement-Seite öffnen Sie über den
SurvNet-Button im Startmenü.
Wenn Sie eine Listen-Abfrage auf der Abonnement-Seite ausführen, können Sie jeden angezeigten Datensatz über die Schaltfläche Accept quittieren.
Ein quittierter Datensatz wird anschließend aus dem Abfrageergebnis entfernt. Bei der nächsten Ausführung der Abfrage auf der Abonnement-Seite wird er dem Nutzer, der ihn quittiert hat, nicht erneut angezeigt.
Wenn quittierte Datensätze ebenfalls angezeigt werden sollen, aktivieren Sie vor dem Ausführen der Abfrage die Option quittierte Datensätze mitanzeigen.
Abfrageergebnis exportieren/ kopieren
Die Möglichkeiten zur weitergehenden statistischen oder grafischen Aufbereitung von Abfrageergebnissen sind in SurvNet@RKI begrenzt. Für umfangreichere Auswertungen oder Diagramme können Sie das Ergebnis deshalb beispielsweise in MS Excel übernehmen. Dazu können Sie das Abfrageergebnis entweder als CSV-Datei exportieren oder direkt kopieren und einfügen.
Abfrageergebnis als CSV-Datei exportieren
- Wählen Sie in der Registerkarte Abfrage, Gruppe Ergebnis der Multifunktionsleiste
Ergebnis exportieren. - Im Fenster Abfrageergebnis exportieren nach… legen Sie Dateinamen und Speicherort fest.
- Speichern Sie die CSV-Datei.
Abfrageergebnis kopieren
Sie können das gesamte Ergebnis oder nur einen Teil davon kopieren.
- Markieren Sie im Listen-Modus die Ergebnisliste bzw. im Statistik-Modus die Ergebnis- oder Kreuztabelle. Für das gesamte Ergebnis klicken Sie auf das graue Feld links neben der Überschriftenzeile. Für eine Teilauswahl markieren Sie einzelne Zeilen. Mit gedrückter Shift- bzw. Strg-Taste können Sie mehrere Zeilen auswählen. Die ausgewählten Daten werden dabei optisch hervorgehoben.
- Kopieren Sie die Auswahl mit Strg+C.
- Fügen Sie die Daten in der Zielanwendung mit Strg+V ein.
Abfrageergebnis drucken
Abfrageergebnisse können sowohl im Listen-Modus als auch im Statistik-Modus in einer kompakten Seitenansicht angezeigt und gedruckt werden.
Der Ausdruck enthält neben dem Abfrageergebnis eine Zusammenfassung der Abfrage, unter anderem:
- Titel,
- Kontext,
- Abfragetyp,
- Datensatztyp,
- Stichtag und
- weitere relevante Einstellungen.
So drucken Sie eine Abfrage:
- Speichern Sie die Abfrage zunächst.
- Klicken Sie im Startmenü auf
Drucken und Seitenansicht. - Prüfen Sie die Darstellung in der Vorschau.
- Klicken Sie auf
Drucken oder verwenden Sie Strg+P.
INFO Ergebnisse von Statistikabfragen lassen sich lediglich als Tabelle, nicht jedoch als Kreuztabelle ausdrucken.
SQL-Codes einer Abfrage anzeigen
Die Einstellungen, die Sie im Abfrageformular vornehmen, werden im Hintergrund in einen SQL-Code (Structured Query Language) umgesetzt. Dieser Code wird verwendet, um den lokalen Datenbestand abzufragen.
Der erzeugte SQL-Code wird im gleichnamigen Register des Ergebnis-Fensters angezeigt. Sie können ihn dort markieren und kopieren.
Nutzerinnen oder Nutzer mit Administratorrechten können den kopierten Code im SQL-Abfrage-Tool weiterbearbeiten und als Grundlage für komplexere Abfragen verwenden.
SQL-Abfrage-Tool nutzen
Das SQL-Abfrage-Tool ermöglicht Nutzern mit Administratorrechten und ausreichenden Kenntnissen der Datenbankstruktur, Abfragen zu formulieren, die über die Möglichkeiten des normalen Abfrageformulars hinausgehen.
So öffnen Sie das Tool:
- Öffnen Sie das
Startmenü. - Wählen Sie
SQL-Abfrage-Tool.
Das Tool eignet sich insbesondere für Spezialabfragen, die nur für eine einzelne Einrichtung benötigt werden und deshalb nicht als Standard- oder Systemabfragen für alle Einrichtungen über ein Programm-Update bereitgestellt werden sollen. 












