Anlegen
Ausbruch anlegen
Um einen neuen Ausbruch anzulegen und anschließend Fälle hinzuzufügen, gehen Sie wie folgt vor:
Öffnen Sie über den SurvNet-Button
das Startmenü und wählen Sie
Neu und anschließend
Ausbruch aus. Alternativ** klicken Sie in der Schnellzugriffsleiste auf Neuer Datensatz oder verwenden Sie die Tastenkombination Strg+N. Es erscheint das Fenster Neuer Datensatz.
Klicken Sie unter der Beschreibung auf Ausbruch und entscheiden Sie, ob das Aktenzeichen automatisch generiert werden soll:
- Soll das Aktenzeichen automatisch vergeben werden, belassen Sie das Häkchen bei Generieren.
- Falls Sie ein Aktenzeichen manuell vergeben möchten, entfernen Sie das Häkchen unter Generieren und tragen Sie das Aktenzeichen ein. Bestätigen Sie anschließend Ihre Auswahl mit OK.
Es erscheint ein Datenblatt für die Eingabe eines neuen Ausbruchs. Im Reiter des Ausbruchs-Datenblattes wird das Aktenzeichen des Ausbruchs, sofern auto-matisch generiert, angezeigt. Ist ein interner Name vergeben, ersetzt dieser die Anzeige.
Tragen Sie die ausbruchsbezogenen Daten (Interner Name; Infektionsumfeld; Typ des Ausbruchs; Evidenz) ein.
Speichern Sie den neuen Ausbruch.
Ausbruch aus Fall anlegen
Wenn Sie aus einem bereits geöffneten Fall einen neuen Ausbruchsdatensatz anlegen möchten, gehen Sie wie folgt vor:
- Öffnen Sie das entsprechende Fall-Datenblatt.
- Klicken Sie unter Epidemiologische Informationen neben dem Feld Zugehörigkeit zum Ausbruch auf die die Option
Neu. Es erscheint das Datenblatt des neuen Ausbruchs.
Tragen Sie die ausbruchsbezogenen Daten (Aktenzeichen; Name; Infektionsumfeld; Typ des Ausbruchs; Evidenz) ein.
Speichern Sie den Ausbruch.
Der Fall, aus dem der Ausbruch angelegt wurde, wird anschließend automatisch im Abschnitt Direkt enthaltene Fälle angezeigt. Durch einen Doppelklick auf den Fall in der Liste öffnen Sie das zugehörige Fall-Datenblatt. Im Feld Zugehörigkeit zum Ausbruch des Fall-Datenblatts wird das Aktenzeichen des Ausbruchs angezeigt. Über die Verknüpfung können Sie direkt zum Ausbruch wechseln.
Ausbuch bearbeiten
Direkt enthaltene Fälle bearbeiten
Im Abschnitt Direkt enthaltene Fälle des Ausbruchs-Datenblatts werden die Fälle, die direkt zum Ausbruch gehören, in einer Liste angezeigt.
In dieser Liste können Sie Fälle:
- hinzufügen,
- bearbeiten und
- aus dem Ausbruch entfernen.
Fälle, die die Referenzdefinition erfüllen, werden in der Liste durch ein grün hinterlegtes Auswahlfeld hervorgehoben.
INFO Die Liste ermöglicht eine effiziente Bearbeitung größerer Ausbruchsgeschehen. Durch das Anlegen bzw. Kopieren und anschließende Bearbeiten von Fällen können mehrere ähnliche Fälle schnell erfasst werden. Die Liste ersetzt die zwischenzeitlich für einzelne Übermittlungskategorien verwendete aggregierte Meldung.
TIPP Über die Schaltfläche Vergrößern in der rechten oberen Ecke können Sie den Abschnitt auf die gesamte Fensterbreite erweitern. Welche Spalten angezeigt werden, können Sie über das Kontextmenü festlegen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf eine Spaltenüberschrift und wählen Sie die gewünschten Spalten aus.
Übermittlungskategorie für mehrere Fälle ändern
Werden z. B. bei einem Gastroenteritis-Ausbruch ohne Erregernachweis zunächst die entsprechende Anzahl an Gastroenteritis-(WBG-)Fällen angelegt und gehen für einen oder mehrere Fälle anschließend Labornachweise ein, bei denen es keine Hinweise darauf gibt, dass mehrere Erreger beteiligt sind, kann die Übermittlungskategorie für alle Fälle des Ausbruchs gleichzeitig geändert werden.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Markieren Sie alle betreffenden Fälle des Ausbruchs.
- Klicken Sie auf
Übermittlungskategorie des Falles ändern unterhalb der Liste der enthaltenen Fälle.
Direkt enthaltene Ausbrüche bearbeiten
Wenn mehrere Ausbrüche zu einem übergeordneten Ausbruch zusammengefasst sind, werden die Unterausbrüche in diesem Abschnitt als Liste angezeigt.
Von hier aus können Sie:
- Unterausbrüche hinzufügen,
- Unterausbrüche entfernen und
- Unterausbrüche öffnen.
Ausbruchshierarchie darstellen
An Stelle der tabellarischen Übersicht kann das Ausbruchsgefüge mit allen enthaltenen Fällen und Ausbrüchen auch hierarchisch dargestellt werden.
Informationen zum Ausbruch: nosokomialer Ausbruch abgeben
Handelt es sich um ein gehäuftes Auftreten nosokomialer Infektionen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, setzen Sie im Abschnitt Informationen zum Ausbruch beim Feld Nosokomialer Ausbruch (z. B. § 6 Abs. 3 IfSG) ein Häkchen. Anschließend können Sie angeben, mit welcher Gewissheit ein nosokomialer Zusammenhang in Bezug auf Infektionsweg, Infektionsquelle, Vehikel oder medizinische Prozedur besteht.
Regionale Eingrenzung angeben
Aktivieren Sie das Feld Ausbruch ist überregional durch Setzen eines Häkchens, wenn dem Gesundheitsamt bekannt ist, dass in Zusammenhang stehende Fälle auch in anderen Gesundheitsämtern aufgetreten sind. Teilen Sie den betreffenden Gesundheitsämtern den Name im Gesundheitsamt mit, damit dieser auch in den Ausbrüchen der anderen betroffenen Gesundheitsämter verwendet werden kann. Die Information erleichtert es größere Ausbruchsgeschehen zu erkennen, zusammenzufassen und zu beurteilen.
Infektionsumfeld angeben
Als Infektionsumfeld des Ausbruchs wird der Ort bzw. die Einrichtung bezeichnet, an dem sich die Mehrzahl der Fälle infiziert hat.
Entscheidend ist dabei insbesondere, in welcher Einrichtung oder Institution sich die meisten Fälle infiziert haben, beispielsweise in einem Restaurant oder einer Kantine, einem Kindergarten oder bei einem Zoobesuch. Weniger relevant ist der konkrete geografische Ort bzw. die Adresse.
INFO Für die Auswahl des Infektionsumfeldes steht eine strukturierte Auswahlliste zur Verfügung. Allgemeine Angaben (wie z. B. Wohnstätten) können weiter differenziert werden. Klicken Sie dazu auf das offene Dreieck vor dem jeweiligen Eintrag, um die darunterliegenden Begriffe (z. B. Altersheim) anzuzeigen.
Typ des Ausbruchs angeben
Alle Ausbrüche werden nach dem typischen Infektionsweg einer der folgenden Ausbruchstypen zugeordnet:
- lebensmittelbedingte Ausbrüche,
- durch Mensch-zu-Mensch-Übertragung bedingte Ausbrüche
- Tier- bzw. Umwelt-assoziierte Ausbrüche.
Für die verschiedenen Ausbruchstypen können unterschiedliche Angaben zum Übertragungsweg erfasst werden:
- Für durch Mensch-zu-Mensch-Übertragung verursachte Ausbrüche kann zwischen verschiedenen direkten und indirekten Übertragungswegen (z. B. respiratorisch oder parenteral) unterschieden werden.
- Bei Tier- bzw. Umwelt-assoziierten Ausbrüchen kann das verursachende Tier/ Vehikel angegeben werden.
- Für lebensmittelbedingte Ausbrüche sollte das (vermutlich) verursachende Lebensmittel erfasst werden. Zur Beschreibung des verdächtigten Lebensmittels stehen ein Freitextfeld und eine Auswahlliste mit Lebensmittelkategorien zur Verfügung. Bitte verwenden Sie das Freitextfeld, um das verdächtigte Lebensmittel möglichst genau zu benennen. Anschließend können Sie das Lebensmittel anhand der Auswahlliste einer Kategorie zuordnen.
Beispiel: Bei einem Mettbrötchen kann die Kategorie Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse ausgewählt werden, wenn das verwendete Schweinehackfleisch als Lebensmittelvehikel im Verdacht steht. Wenn eine bestimmte Mahlzeit oder ein Buffet als Ursache vermutet wird, das konkrete Lebensmittel jedoch nicht eingegrenzt werden kann, wählen Sie gemischte Lebensmittel oder Buffetmahlzeiten aus.
INFO 1 Angaben zum Übertragungsweg sind wichtige Informationen um Gemeinsamkeiten zwischen Ausbrüchen zu erkennen, die über den Zuständigkeitsbereich eines einzelnen Gesundheitsamtes hinausgehen. Geben Sie den Übertragungsweg daher möglichst genau an. Die Daten zu lebensmittelbedingten Ausbrüchen werden gemäß der EU-Richtlinie 2003/99/EG („Zoonosen-Richtlinie”) einmal jährlich vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Zusammenarbeit mit dem RKI an die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) übermittelt.
INFO 2 Für die nähere Spezifizierung des Übertragungsweges von Mensch-zu-Mensch sowie für die Angabe des Tieres stehen strukturierte Auswahllisten zur Verfügung. Allgemeine Kategorien wie beispielsweise Wildtiere können weiter differenziert werden. Klicken Sie dazu auf das offene Dreieck vor dem jeweiligen Eintrag, um weitere Begriffe, beispielsweise Fledermaus, anzuzeigen.
Evidenz erfassen
Für die Ursache eines Ausbruchs können unterschiedliche Anhaltspunkte und Indizien vorliegen. Diese werden als Evidenz bezeichnet. Um die Angaben zum Ausbruch bewerten zu können, sollte die zugrunde liegende Evidenz erfasst werden. Die Evidenz beschreibt den Sachverhalt, der auf die Ursache des Infektionsgeschehens hinweist. Unabhängig von der Art der Evidenz werden alle Ausbrüche von den Gesundheitsämtern erfasst und übermittelt.
Es wird zwischen epidemiologischer Evidenz und labordiagnostischer Evidenz unterschieden. Die epidemiologische Evidenz umfasst folgende Typen:
- Studie (analytische epidemiologische Studie)
- Explorative Befragung der Betroffenen
- Deskriptive Auswertung der ermittelten Daten (Interpretation der vorhandenen Daten der Fälle)
- Vermutung
Die Typen epidemiologischer Evidenz sind in einer durchschnittlichen Reihenfolge von höherer zu niedrigerer Gewissheit bzw. Stärke der Evidenz aufgeführt.
Jede der vier Typen kann einzeln oder in Kombination ausgewählt und durch zusätzliche Angaben näher beschrieben werden. Für die Bewertung der epidemiologischen Evidenz eines Ausbruchs ist der höchstrangige Evidentyp maßgeblich. Beschreiben Sie diesen möglichst detailliert.
Die Eingabe nachrangiger Evidenzstufen ist optional. Sie kann jedoch zusätzliche Informationen für die Bewertung der epidemiologischen Evidenz liefern.
Auch die labordiagnostische Evidenz wird bei lebensmittelbedingten sowie bei Tier-/Umwelt-assoziierten Ausbrüchen in Typen mit durchschnittlich abnehmender Evidenzstärke erfasst. Bei Ausbrüchen durch Mensch-zu-Mensch-Übertragung sind die angebotenen labordiagnostischen Evidenzen gleichrangig.
INFO Die Angaben zur epidemiologischen und labordiagnostischen Evidenz für den Ausbruch ersetzen nicht die Angaben für den Einzelfall. Für jeden Einzelfall sind weiterhin das klinische Bild, der Labornachweis und der epidemiologische Zusammenhang zu erfassen. Ob für den Einzelfall die jeweilige Falldefinition erfüllt ist (z. B. als klinisch-labordiagnostisch bestätigter Fall) oder nicht, bestimmen alleine die vorliegenden fallspezifischen Daten.
Einrichtungen erfassen
Am Ende des Abschnitts
Informationen zum Ausbruch kann bei Bedarf die Adresse der Einrichtung, hinterlegt werden, in der das Ausbruchsgeschehen stattgefunden hat (siehe Kapitel Fälle). Da die Adresse nicht übermittelt wird, sollte darauf geachtet werden, dass im Feld Infektionsumfeld eine zutreffende Beschreibung der Art der Einrichtung gewählt wurde.
Maßnahmen dokumentieren
Maßnahmen zur Kontrolle und Eindämmung des Ausbruchsgeschehens können in der gleichnamigen Feldgruppe im Bereich Informationen zum Ausbruch mit Datum des Beginns erster Maßnahmen und der Art der Maßnahmen dokumentiert und übermittelt werden.
Zusätzliche Eigenschaften hinzufügen
Mit den Zusätzlichen Eigenschaften können Sie wiederkehrende Sachverhalte strukturiert erfassen, die sich mit den vorhandenen Eingabefeldern des Falldatenblatts nicht ausreichend abbilden lassen (siehe Kapitel Fälle).
SurvNet@RKI bietet die Möglichkeit zur strukturierten Eingabe besonderer, wiederkehrender Sachverhalte, zu deren Beschreibung die im Ausbruchs-Datenblatt vorhandenen Felder nicht ausreichen, neue Felder bzw. Feldgruppen hinzuzufügen.
INFO Zusätzliche Eigenschaften sind nicht dazu gedacht, einmalige Besonderheiten eines Einzelfalles abzubilden. Um Kommentare oder Notizen zu einem Fall zu erstellen, können Annotationen genutzt werden. Verwenden Sie für Mitteilungen daher die Annotation Kommentar.
Annotationen hinzufügen
Annotationen dienen dazu, zusätzliche Informationen zu einem Fall zu dokumentieren oder den Austausch zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu unterstützen.
Folgende Annotationstypen stehen zur Verfügung:
- Notiz
- Kommentar
- Aufgabe
- Dokument-Anhang
- Protokoll
Mit Ausnahme von Notizen, die ausschließlich zum internen Informationsaustausch gedacht sind, können alle anderen Annotationen übermittelt bzw. transportiert werden, um beispielsweise durchgeführte Maßnahmen zu dokumentieren, Bemerkungen über den Verlauf weiterer Recherchen festzuhalten oder Erläuterungen zu bestimmten Angaben im Fall-Datenblatt vorzunehmen.
INFO Kennzeichnen Sie Annotationen, die übermittelt werden sollen, als öffentlich. Achten Sie darauf, dass übermittelte Annotationen keine personenbezogenen Daten enthalten. Bestätigen Sie dies durch Setzen des Häkchens in der Checkbox keine personenbezogenen Daten in der Detailansicht der Annotation.
Annotationen, die in einer Instanz (Gesundheitsamt, Landesstelle oder RKI) angelegt wurden, können von allen Benutzerinnen und Benutzern dieser Instanz bearbeitet werden. Das Anfügen von Annotationen zu einem Fall ist nicht auf das Gesundheitsamt als Eigentümer beschränkt. Auch Landesstelle und RKI können Annotationen zu einem Fall hinzufügen.
Nähere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Annotationen.
Protokolleintrag erstellen
Das Protokoll ist zum internen Gebrauch gedacht und kann, im Gegensatz zu Kommentaren, Aufgaben und Dokument-Anhängen, nicht übermittelt werden. Während sich Notizen und andere Annotationen bearbeiten und löschen lassen, sobald sie ihren Zweck erfüllt haben, sind Einträge im Protokoll im Nachhinein nicht veränderbar. Zu jedem Eintrag werden Datum, Uhrzeit und Bearbeiterin/ Bearbeiter automatisch festgehalten.
Um einen Protokoll-Eintrag vorzunehmen, gehen Sie wie folgt vor:
- Schreiben Sie Ihren Protokolleintrag in das Freitextfeld am unteren Rand des Protokoll-Abschnitts im Datenblatt.
- Klicken Sie auf
Eintrag hinzufügen.
TIPP Nach Klick auf die Schaltfläche
Vergrößern öffnet das Protokoll in einem eigenen Fenster. Durch Doppelklick auf die Überschrift (Protokoll des Datensatzes Aktenzeichen) des Fensters lässt sich das Protokoll auf Vollbild-Ansicht vergrößern.
